So funktioniert eine Reinigungspatrone

Geschrieben von Ingo Tietgens. Veröffentlicht in Wissenswertes und Drucker-Technik

So funktioniert eine Reinigungspatrone

Druckköpfe, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden, haben die unangenehme Angewohnheit auszutrocknen. Zwar fährt der Druckkopf beim Ausschalten des Druckers in eine spezielle Parkposition, die den empfindlichen Druckkopf verschließt, doch wirklich luftdicht ist diese Aufbewahrungsart nicht. Da die Tinten zu einem erheblichen Teil aus Wasser bestehen, wird dieses in der Parkposition nach und nach verdunsten, so dass die Tinte mit der Zeit eintrocknet und die feinen Düsen verstopfen.

Nicht für alle Drucker geeignet

Damit eine solche Reinigungspatrone funktionieren kann, muss der Druckkopf natürlich in den Drucker eingebaut sein. Bei Patronen mit integriertem Druckkopf hilft nur der Komplettaustausch, wenn die integrierte Reinigungsfunktion versagt. Ist der Druckkopf jedoch im Gehäuse des Druckers eingebaut, kann eine Reinigungspatrone helfen, verstopfte Düsen wieder freizubekommen.

Die Aufgabe der Reinigungspatrone

Alle Tintendrucker besitzen eine integrierte Reinigungsfunktion, die solch verstopfte Düsen wieder freimachen soll. Diese Reinigungsfunktionen verbrauchen jedoch eine große Menge an teurer Tinte und führen mitunter nicht zum gewünschten Ergebnis. Hier kommt die Reinigungspatrone ins Spiel, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist, um die Verkrustungen innerhalb der Düsen zu lösen und zu beseitigen.

Wie die Reinigungspatrone verwendet wird

Normalerweise ist dem Reinigungsmittel Tinte beigemischt, so dass sich der Fortschritt bzw. Erfolg der Reinigung verfolgen lässt. Um einen verstopften Druckkopf durchzuspülen, wird die Reinigungspatrone gegen die Tintenpatrone ausgetauscht und so lange gedruckt, bis sich wieder ein zufriedenstellendes Druckbild ergibt. Da die Reinigungspatronen nur geringe Beimengungen von Tinte beinhalten, bleiben die Ausdrucke natürlich blasser. Beachten Sie bitte, dass angebrochene Tintenpatronen nicht länger als 30 Minuten außerhalb des Druckers gelagert werden sollten!

Risiko unbekannt

Kein Hersteller hat eigene Reinigungspatronen im Angebot. Viel zu sehr ist deren Geschäftsmodell auf einen möglichst hohen Tintenverbrauch ausgerichtet. Da kommt die Selbstreinigungsfunktion gerade recht. Andererseits hüllen sich die Anbieter von Reinigungspatronen und Reinigungsflüssigkeit über deren Inhaltsstoffe gern in Schweigen, so dass sich kaum abschätzen lässt, ob der Druckkopf nicht auf Dauer Schaden nimmt.

Die Alternative

Wer es erst gar nicht so weit kommen lassen will, der sollte darauf achten, dass sein Drucker ab und an eine Testseite druckt. Die verbraucht weit weniger Tinte als die Selbstreinigung und verhindert ein Eintrocknen der Düsen. Wer regelmäßig druckt, muss sich über diese Dinge übrigens keine Gedanken machen.

Foto: Fotolia.de

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